Eine Stichflamme kann das Grillvergnügen schnell zerstören. Egal, ob Ihr Grill mit Holzkohle, Gas oder Strom läuft: Der Policen Direkt-Check zeigt, welche Tücken bei welchem Grill lauern, wie Sie sich am besten dagegen schützen und welche Versicherungen im Schadenfall zahlen.

Sommerzeit ist Grillzeit: Jeder freut sich auf das Zusammensein mit Freunden und Familie, ein kühles Bier in der Hand und dazu ein leckeres Steak vom Grill. Doch gerade beim Umgang mit Feuer, Gas und Brandbeschleunigern kann es schnell zu erheblichen Schäden und Verletzungen kommen. Jeder Grilltyp hat seine Gefahren. Lesen Sie im Folgenden, wie Sie Unfälle und Verletzungen vermeiden können:

Der Elektrogrill

Grillen mit dem Elektrogrill ist sogar in der heimischen Küche möglich. Wie gefährlich kann das also schon sein? Doch auch der vermeintlich sichere Elektrogrill weist einige Gefahren auf. So sollten Sie besonders darauf achten, dass kein Fett auf das Stromkabel spritzt. Denn dadurch könnte ein Kurzschluss entstehen. Beim Indoor-Grillen droht so gar ein Wohnungsbrand. Setzen Sie Ihre Gäste und Einrichtung nicht unnötigen Gefahren aus und lassen Sie dazu den Grill niemals unbeaufsichtigt.

Der Gasgrill

Gasgrills werden in Deutschland immer beliebter. Sie sind sauber, lassen sich einfach bedienen und die kleineren Modelle passen sogar auf den heimischen Balkon. Doch auch hier lauern Gefahren: Achten Sie beispielsweise darauf, dass Ihr Fleisch nicht zu stark in Sauce oder Marinade getränkt ist. Flüssigkeit kann vom Rost auf die Gasflamme tropfen und so einen Fettbrand verursachen, der schnell außer Kontrolle gerät. Halten Sie deshalb einen Feuerlöscher stets in Reichweite.

Der Holzkohlegrill

Wenn Sie mit einem Holzkohlegrill grillen, sollten Sie sich Zeit lassen. Denn Ungeduld wird hier mitunter gnadenlos bestraft. Wer mit Brandbeschleunigern nachhilft, begibt sich in ernsthafte Verletzungsgefahr. Wer es mit Spiritus oder Brennbenzin übertreibt, riskiert gefährliche Stichflammen. Außerdem raten Experten schon aus Geschmacksgründen vom Einsatz von Brandbeschleunigern ab. Kennen Sie die Risiken von Funkenflug? Benutzen Sie deshalb den Holzkohlegrill auch niemals auf einer hölzernen Oberfläche.

Vorsicht ist also auch beim Grillen besser als Nachsicht. Dazu gehört auch die richtige Versicherung für den Fall der Fälle. Diese Top-3-Versicherungen können hier helfen:

1. Haftpflichtversicherung: Wenn Sie beim Grillen andere schädigen

Stellen Sie sich vor, Sie laden Freunde und Nachbarn zum Grillen ein. Dabei verbrennt sich einer Ihrer Gäste am Grillrost. Dies kann sehr schnell sehr teuer für Sie werden. Eine Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten des Schadens.

Für Personenschäden empfiehlt sich eine Versicherungssumme von mindestens 10 Millionen Euro. Laut DIN SPEC, die eine transparente, nachvollziehbare und vergleichbare Beratung bietet, ist ein Versorgungsziel von 3 Millionen Euro absolutes Minimum.

Über eine Selbstbeteiligung können Sie eine Senkung des Versicherungsbeitrages erreichen. Die Höhe der Selbstbeteiligung liegt in der Regel zwischen 125 und 250 Euro. Mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro beispielsweise kann sich eine Familie mit einem Kind den Basisschutz bereits ab 35 Euro pro Jahr holen. Ohne Selbstbeteiligung sind dafür 15 bis 25 Prozent mehr fällig.

2. Hausratsversicherung: Wenn Sie beim Grillen Ihr Hab und Gut beschädigen

Sie wollen sich durch einen Sommerregen das Grillvergnügen nicht verderben lassen? Kein Problem. Sie bauen einfach Ihren Grill auf dem überdachten Balkon auf und los geht’s. Doch einmal nicht hingeschaut und schon steht die Markise in Flammen. Möglicherweise geht der Brand auch noch auf die Wohnzimmereinrichtung über. In diesen Fällen springt die Hausratsversicherung ein. Die bezahlt Ihnen die Wiederbeschaffung Ihres eigenen Hab und Guts zum Neuwert. Die Versicherungsbeiträge sind in erster Linie abhängig von der Größe und Lage Ihrer Wohnung.

Gartenmöbel gehören nicht zum Standard der Hausratsversicherung. Leistungsfähige Versicherungen schließen auch den Diebstahl von Gartenausstattung wie Grill oder Gartenmöbel mit ein.

3. Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung: Wenn es beim Grillen zum Schlimmsten kommt.

Man mag es sich überhaupt nicht vorstellen: Den Vater erwischt eine Stichflamme und der erleidet dabei schwerste Verbrennungen. Nicht nur, dass er nicht mehr arbeiten kann. Operationen und Krankhausaufenthalte ruinieren ihn darüber hinaus finanziell. Die Erwerbsminderungsrente reicht nämlich nicht für die monatliche Rate aus. Am Ende droht der Zwangsverkauf des Hauses, die Familie sitzt auf der Straße. Eine Unfallversicherung bewahrt Sie im Falle einer Invalidität vor dem Schlimmsten. Es ist laut DIN SPEC deshalb empfehlenswert, eine Versicherungssumme von mindestens 500.000 Euro zu vereinbaren. Ein 30-jähriger Familienvater kann sich so bereits ab 204 Euro pro Jahr, also 17 Euro pro Monat, versichern.

Eine weitere Möglichkeit der Absicherung bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung, die immer dann einspringt, wenn Sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr in der Lage sind, Ihren Beruf auszuüben. Für eine Rente von 1.500 Euro über die Erwerbsminderungsrente hinaus zahlt der Familienvater mit Bürojob 55 bis 70 Euro.

Egal also, ob Sie diesen Sommer zur deutschen Grillmeisterschaft nach Fulda fahren, einen runden Geburtstag feiern und die gesamte Nachbarschaft zum Grillen einladen oder ob Sie nur am Wochenende ein paar Steaks für sich und Ihre engsten Freunde auf den Grill legen: Damit dem Grillspaß nichts mehr entgegensteht, und im Schadensfall Ihre Ersparnisse nicht in Rauch aufgehen, sollten Sie entsprechend vorsorgen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr aktueller Versicherungsschutz ausreicht, dann hilft Ihnen der Policen Direkt Experten-Check in jedem Fall weiter.

5 (100%) 1 vote
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
Durch die Benutzung dieser Website akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung und Cookies.