Rechtsstreitigkeiten werden immer teurer. Vor allem die Anwaltskosten steigen stetig an. Mit einer Rechtsschutzversicherung können Sie trotz immenser Kostenrisiken auf Ihrem Recht bestehen. Sie denken, das betrifft Sie nicht? Der Policen Direkt-Check zeigt, dass teure Rechtsstreitigkeiten auch Sie bedrohen können.

Ein Rechtsstreit kann sehr schnell sehr teuer werden. Damit Sie die Kosten für Anwalt, Sachverständige und Gericht nicht aus eigener Tasche zahlen müssen und dennoch Ihr Recht vor Gericht einfordern können, ist eine Rechtsschutzversicherung zu empfehlen. Warum auch für Sie ein Abschluss sinnvoll ist, zeigen wir im Folgenden:

1. Rechtsschutzversicherung existenziell für Geschädigte

Es ist sein schöner sonniger Tag und sie gehen in der Stadt spazieren. Plötzlich fährt ein Fahrradfahrer Sie über den Haufen. Dabei brechen Sie sich einen Arm und müssen ins Krankenhaus. Natürlich fordern Sie Schadensersatz. Wenn sich der Fahrradfahrer oder seine Haftpflichtversicherung weigern zu zahlen, bleibt nur der Gang vors Gericht. An diesem Fall wird deutlich, dass Sie mit der Rechtsschutzversicherung Ihre Rechte als Opfer einklagen können. Die Haftpflichtversicherung kommt dagegen dafür auf, wenn Sie andere schädigen.

2. Rechtsschutz hilft David gegen Goliath

Was tun, wenn Ihnen der Strom- oder Handyanbieter eine überhöhte Rechnung zustellt? Nur selten zeigt hier die schriftliche Beschwerde Erfolg. Also werden Sie wohl oder übel zahlen müssen. Doch mit einer leistungsstarken Rechtsschutzversicherung können Sie auf Ihrem Recht bestehen. Mit dieser können Sie sich gegen ungerechtfertigte Forderungen von Großkonzernen und staatlichen Institutionen wehren und es sogar mit ganzen Rechtsabteilung aufnehmen – ohne großes finanzielles Ungemach. Sogar einen Rechtsstreit mit Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Sie mit einer guten Rechtsschutzversicherung nicht fürchten. Gerade in solchen Verfahren ist nämlich eine Rechtsschutzversicherung lohnenswert, da es oft um mehr als 100.000 Euro geht. Gerichtskosten von 10.000 Euro und mehr sind dann keine Seltenheit.

3. Strafverfahren: Auch hier kann die Rechtsschutzversicherung helfen

Recht haben und Recht bekommen sind gerade in Strafverfahren mitunter zwei Paar Stiefel. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen abends gemütlich zu Hause bei einem Glas Wein und sehen sich den aktuellen „Tatort“ an und plötzlich sind Sie mitten drin: Die Polizei steht vor der Tür und bezichtigt Sie einer Straftat. Handschellen klicken und kurze Zeit später finden Sie sich auf dem Polizeirevier wieder. Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung unterstützt Sie auch in Strafangelegenheiten. Viele Rechtsschutzversicherer zahlen jedoch nur bei Vergehen wie Diebstahl oder Steuerhinterziehung. Wird Ihnen ein Verbrechen zur Last gelegt müssen Sie dann selbst für die Gerichtskosten aufkommen. Allerdings ist die Grenze zwischen Vergehen und Verbrechen oft nicht eindeutig.

So ist zum Beispiel eine Körperverletzung noch ein Vergehen, während eine schwere Körperverletzung bereits ein Verbrechen darstellt. Ob Sie unschuldig sind oder nicht, ist für Ihren Versicherer zunächst nicht von Bedeutung. Nur die Anklage zählt bei der Entscheidung, ob Kosten übernommen werden oder nicht.

Sie haben bereits eine Rechtsschutzversicherung und sind sich nicht sicher, ob Ihr Versicherer leistungsstark ist? Dann machen Sie doch einfach den Policen Direkt Experten-Check und prüfen Sie so Ihren Vertrag.

Mitunter ist selbst die Rechtsschutzversicherung Gegenstand gerichtlicher Debatten. Die aktuell häufigsten Gründe, warum Versicherer hier die Leistung verweigern sind und sich Versicherte dagegen wehren:

  • Auslegung von Ausschlussklauseln
  • Versicherter Zeitraum
  • Vertraglicher Versicherungsumfang
  • Klagen zum Dieselskandal

Ein Gerichtsverfahren war noch nie besonders günstig. Doch die Kosten steigen weiter. Nach einer aktuellen Analyse des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind die Kosten von Rechtsstreitigkeiten zwischen 2012 und 2016 um 19 Prozent gestiegen. Grund dafür sind vor allem steigende Anwaltshonorare. Für einen Streitwert von 10.000 Euro werden so rund 4.500 Euro fällig, von denen allein der Anwalt rund 4.000 Euro kassiert.

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