Totgesagte leben länger

von Henning Kühl | | Infos, News

Warum die Lebensversicherung auch weiterhin ohne Alternativen ist

Von Matthias Wühle 

Die Lebensversicherung im Niedrigzinsumfeld 

Es reichen oft schon kleinere Meldungen, die in den Medien regelmäßig Anlass zu heftiger Kritik geben. Auf den ersten Blick sieht es auch so aus, als hätten die Kritiker Recht: Mal wird der Garantiezins gesenkt, dann sinkt die Überschussbeteiligung. Beides schmälert die Beitragsrendite der Lebensversicherung. Die Ratingagentur Standard & Poors erwartet nicht nur weitere Senkungen der Überschussbeteiligung – sie empfiehlt diese sogar: Als Schutz vor dem aktuellen Niedrigzinsumfeld, aus dem es aktuell keinen Ausweg zu geben scheint, wie das Manager-Magazin kürzlich berichtete

Die Rendite-Strategie der Versicherer 

Hierbei ist es jedoch wichtig, Ursache und Wirkung nicht zu vertauschen: Nicht weil sich die Lebensversicherung in einer Krise befindet, verringert sich die Rendite, sondern weil die Zinssituation auf dem Kapitalmarkt so angespannt ist, muss die Lebensversicherung entsprechend reagieren. Nicht immer beschränkt sich eine solche Reaktion auf eine simple Zinssenkung, denn der Garantiezins kann nicht beliebig verändert werden und auch die Überschussbeteiligungen werden eher langfristig festgelegt. Die Bundesregierung sieht es zudem als eine wichtige Aufgabe, die Versicherten zu schützen, schließlich nutzen viele Bundesbürger die Lebensversicherung auch zur Altersvorsorge. Deshalb beschloss der  Finanzausschuss des Bundestages eine Änderung bei den Bewertungsreserven. Diese Neuregelung sieht vor, dass Versicherte im Stornofall einen geringeren Anteil aus den Bewertungsreserven ausgezahlt bekommen. Damit sollen die langfristigen Kapitalanlagen der Versicherer vor vorzeitiger Auszahlung geschützt werden. Im Endeffekt kommt dies der Versichertengemeinschaft zu Gute. Denn gerade diese langfristigen Anlagen sind es, die Teil der Strategie der Versicherer sind, die Rendite für die Versicherten zu maximieren. 

Dubiose Policenankäufer drängten Versicherte zu übereilten Kündigungen – Der BdV warnt 

Interessanterweise führte genau diese Neuregelung wiederum zu heftigen Kritiken. Einige Autoren wollten gar das Ende der Lebensversicherung vorhersagen. Verständlicherweise wehrte sich der Branchenverband GDV gegen diese Berichterstattung und selbst die Verbraucherorganisation BdV äußerte sich dazu: „”Ausnahmsweise stimmen wir daher in fast allen Punkten mit der Pressemitteilung des GDV zu diesem Thema überein”. Einige Firmen, die zu den eher dubiosen Policenankäufern gerechnet werden, machten sich die Panikmache für ihre eigenen Interessen zu Eigen, indem sie die Versicherten dazu aufriefen, ihre Policen recht schnell zu kündigen, damit sie noch Rückkaufswerte zu den alten Regelungen ausgezahlt bekämen. Sie übersahen dabei jedoch, dass in den meisten Fällen aufgrund der Kündigungsfristen eine solch übereilte Kündigung gar nicht mehr nach den alten Regelungen möglich war. Zudem hat nicht jeder Versicherer diese hohen Bewertungsreserven. Der BdV warnte daher ausdrücklich vor übereilten Kündigungen. Denn dabei macht der Versicherte stets Verlust – egal, ob dabei die alte oder neue Regelung zu den Bewertungsreserven angewendet wird. 

Höhere Kaufpreise bei Verkauf auf dem Zweitmarkt 

Wenn Versicherte, die aus ihrem Vertrag aussteigen und ihre Lebensversicherung verkaufen wollen, derart benachteiligt sind, ergibt sich die Frage: Welche Möglichkeit haben sie, z.B. im Falle kurzfristigen Liquiditätsbedarfs? Auch hier weiß der BdV Rat: Er empfiehlt den Verkauf auf dem Zweitmarkt. Denn nur bei Verkauf auf dem seriösen wird die Police erworben, um sie bis zur Endfälligkeit weiterzuführen. Dadurch bleibt dem Versicherungsnehmer auch nach Verkauf noch ein Rest-Todesfallschutz erhalten. Die Neuregelung der Bewertungsreserven ist dabei ein Vorteil für Policenverkäufer: Zwar kann es sein, dass der Rückkaufswert vom Versicherer aufgrund der Neuberechnung etwas geringer ausfällt – jedoch können institutionelle Ankäufer, wie Policen Direkt aufgrund der besseren Planungssicherheit künftig höhere Kaufpreise zahlen. 

Warum kauft Policen Direkt Lebensversicherungen?

Policen Direkt ist Marktführer im Zweitmarkt für Lebensversicherungen. Grundlage ist ein nachhaltiges Geschäftsmodell: Die Policen werden zu dem Zweck erworben, diese bis zur Endfälligkeit weiterzuführen. Der Verkäufer profitiert bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs von den Auszahlungen in der Zukunft. Darüber hinaus hält er einen Rest-Todesfallschutz aufrecht. Die Policen werden in einem Webshop interessierten Investoren als Geldanlage angeboten. Die Durchschnittsrendite dieser Anlageklasse beträgt 4,61%. Sie finden diese Angaben in der Leistungsbilanz von Policen Direkt. Mit Erwerb einer Zweitmarktpolice erhält der Investor einen direkten Anspruch gegen den als Sondervermögen insolvenzgeschützen Deckungsstock eines Versicherungsunternehmens. Zusätzlich besteht die gesetzliche Absicherung durch die Protektor AG. Somit ist die Zweitmarktpolice eine Anlage mit einem äußerst attraktiven Rendite-Risiko-Verhältnis. 

Policen Direkt als institutioneller Versicherungsnehmer 

Eine im Internet durchgeführte der ARD führte zu dem angesichts der Negativmeldungen doch überraschendem Ergebnis, dass 78% der Befragten der Meinung sind:  „Die deutsche Lebensversicherung hat schon so manchen Sturm überstanden. Wer ruhig schlafen will, für den bleibt sie das Vorsorgeprodukt Nummer eins“. 13% würden sich gegen Neuabschlüsse entscheiden und weitere 9% hatten die eher differenzierte – aber immer noch optimistische Ansicht: „Kommt drauf an, wer das Risiko scheut, für den bleibt die Lebensversicherung eine Option. Alternative Anlagen gewinnen aber bei so niedrigen Zinsen mehr und mehr an Bedeutung“. Rechnet man also das Ja mit diesem vorsichtigem Ja  zusammen, befürworten 87% der Befragten einen Neuabschluss der Lebensversicherung – trotz der zur Zeit eher bescheidenen Garantieverzinsung von 1,75%. Dies mag wohl vor allem daran liegen, dass alternative Anlageformen, wie z.B. Tagesgeld oder Unternehmensanleihen entweder geringere Rendite bringen – oder weitaus höhere Risiken in sich bergen, die – wie man aktuell an den Schiffsfonds sehen kann – bis zum Totalverlust führen kann.

Fazit: Totgesagte leben länger.

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