Restschuldversicherung: Ratenkäufer sorgen für den Ernstfall vor

Restschuldversicherung: Ratenkäufer sorgen für den Ernstfall vor

Gerade Gutverdiener schätzen den Kauf auf Raten. So lassen sich Anschaffungen wie Autos oder Konsumgüter wie Unterhaltungselektronik bequem finanzieren. Und obwohl die Zahlungsmoral generell hoch ist, schließen dennoch viele Verbraucher eine Restschuldversicherung ab. Jeder vierte Ratenkreditnutzer sichert seine Ratenzahlungen mit einer Restschuldversicherung ab, wie der Bankenfachverband aktuell meldet. Rund die Hälfte aller Versicherten wählt einen Rettungsschirm für die drei Hauptrisiken Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Tod. 17 Prozent sichern ausschließlich das Todesfallrisiko ab. Auch das Scheidungsrisiko lässt sich versichern, diese Option wird aber nur von jedem Zehnten gewählt. Finanzielle Engpässe bis hin zur Überschuldung drohen hier im Ernstfall. Eine Restschuldversicherung verspricht Schutz bei Lebensereignissen, die zur schlagartigen Veränderung der Einkommenssituation führen. Versicherungsexperten raten auch jenseits von Ratenkauf von Waschmaschine, LED-TV oder Neuwagen zum Abschluss einer Restschuldversicherung: Gerade Häuslebauer sollten darüber nachdenken. Für Bauherren besteht die ernste Gefahr, dass bei Verlust des Einkommens oder Veränderung der Lebenssituation die Raten für den Baukredit nicht mehr bedient werden können. Restschuldversicherungen für Bauherren übernehmen diese Risiken gegen Zahlung einer Prämie.

Effektivzins inklusive Kosten für Versicherung im Blick behalten

Verbraucherschützer raten bei der Restschuldversicherung zu großer Sorgfalt. Die Absicherung gegen Risiken wie Armut oder Arbeitslosigkeit sei sinnvoll. Im Einzelfall müsse aber abgewogen werden, welcher Schutz bereits besteht oder wie sich die Kosten zu den Leistungen verhalten. Hier ist ein unabhängiger Versicherungsvergleich in jedem Fall angeraten. Ein Kredit sollte über die gesamte Laufzeit gesehen, so die Hochrechnung der Verbraucherschützer, zwischen 1,05 und 1,20 Euro pro geliehenem Euro kosten – inklusive eventueller Versicherungen. Die Alarmglocken sollten also läuten, wer ein Angebot erhält, das beim Vergleich von absolut bezahlter Beiträge zur ausgezahlten Kreditsumme deutlich darüber liegt. Jeder dritte Verbraucherhaushalt zahlt Konsumgüter wie Autos, Möbel oder Computer in monatlichen Raten. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt, dass sich dieses Nutzerverhalten durch alle Bevölkerungsschichten zieht – unabhängig von Alter, Bildung oder Einkommen. So hat knapp die Hälfte aller Kreditnehmer ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2.500 Euro. 15 Prozent verdienen sogar mehr als 3.500 Euro pro Monat. Auch Gutverdiener schätzen Finanzierungsangebote. Damit schonen sie ihre Liquidität, und die Raten fallen kaum ins Gewicht. Rund 250 Euro zahlen Finanzierungsnutzer im Schnitt pro Monat.

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