Das Fahrrad ist Sportgerät und längst auch eine komfortable Alternative für den Berufsverkehr. Die Räder werden immer teurer, weshalb Diebstähle hohen Schaden verursachen. Wie Sie Ihr Fahrrad vor Langfingern schützen können und welche Versicherungen bezahlen, zeigt der Policen Direkt-Check. Durchschnittlich werden in Deutschland 800 Fahrräder pro Tag gestohlen. Das sind 292.000 Fahrraddiebstähle pro Jahr. Wenn es sich dabei auch noch um ein hochwertiges Fahrrad, E-Bike oder Pedelec handelt, ist der finanzielle Schaden erheblich. Von geschätzt 73 Mio. Rädern auf den deutschen Straßen sind mittlerweile 3 Mio. akkubetrieben. Je teurer und wertvoller das Bike, umso wichtiger ist ein guter Diebstahlsschutz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich gegen den Verlust zu schützen:

1. Hausratsversicherung

Wie Ihre Möbel ist auch Ihr Fahrrad über die Hausratspolice versichert, wenn es sich in Ihrer Wohnung oder einem abschließbaren Keller befindet. Dafür ist keine ausdrückliche Erwähnung in Ihrer Police notwendig. Sollte Ihr Rad aber draußen im Hof, am Bahnhof oder vor Ihrer Arbeitsstelle stehen, greift der Diebstahlsschutz der Hausratsversicherung nur dann, wenn Sie diesen explizit vertraglich vereinbart haben. Wer bereits eine Hausratsversicherung hat, kann also sein Fahrrad, für ein paar Euro extra, auch gegen Diebstähle außerhalb der Wohnung, des Hauses oder der Garage absichern. Der Versicherungsschutz erstreckt sich dabei auf alle Fahrräder eines Hausrates. Die Gesamtleistung beläuft sich auf zwischen 1 und 5 Prozent der Versicherungssumme. Entscheidend sind stets die Bedingungen der Versicherungspolice. Die Höhe des Aufpreises bemisst sich an dem regionalen Diebstahlsrisiko, das je nach Stadt und Umgebung variiert. Mit einem besonders hohen Zusatzbeitrag müssen Sie rechnen, wenn Sie beispielsweise in Berlin leben. Dort werden, laut Kriminalstatistik, täglich 83 Fahrräder gestohlen. Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 30.253 Fahrraddiebstähle zur Anzeige gebracht. Deutschlands Hauptstadt gehört somit neben Halle, Hamburg und Leipzig zu den Hochburgen für Fahrraddiebstähle. Eine leistungsstarke Hausratversicherung für eine 50 m² Wohnung mit expliziertem Fahrradschutz außerhalb des Wohnbereiches ist bereits für rund 35 Euro im Jahr erhältlich – zumindest in Wohngebieten mit keinem überhöhten Diebstahlsrisiko. Manche Versicherer leisten im Schadensfall maximal zwischen 250 und 500 Euro. Diese Obergrenzen reichen vielleicht für Kinder- und Falträder. Wer ein älteres Rad besitzt, geht meistens sowieso leer aus. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines guten Fahrrades liegt mittlerweile bei 756 Euro, wobei die meisten Räder Durchschnittsware aus Bau- und Supermärkten sind. Wer also ein wertvolles Rennrad oder Pedelec im Wert von mehreren Tausend Euro besitzt, sollte sich einen geeigneteren Versicherungsschutz suchen. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, nutzen Sie einfach unseren kostenfreien Policen Direkt Experten-Check.

2. Fahrradversicherung

Eine weitere Alternative Ihr Fahrrad zu schützen besteht in einer eigenständigen Versicherung für Fahrräder. Mit einer leistungsstarken Fahrrad- und E-Bike-Versicherung schützen sie sich nicht nur vor finanziellen Schäden bei Diebstahl, sondern auch vor hohen Reparaturkosten bei Vandalismus. Radbesitzer, die keine Hausratsversicherung haben oder besonders wertvolle Räder ihr Eigen nennen, sollten sich für eine spezielle Fahrradversicherung entscheiden. Bei Fahrrädern, deren Wert 1.000 Euro übersteigt, ist das ratsam.
    Diese schützt Sie je nach Tarif bei
  • Diebstahl,
  • Teilediebstahl,
  • Vandalismus,
  • Unfallschäden,
  • Totalschäden,
  • Pannenschäden,
  • Sturzschäden,
  • Verschleißschäden,
  • Unsachgemäße Handhabung,
  • Abnutzung oder Alterung,
  • Konstruktions- und Materialfehler,
  • Höhere Gewalt und Wasser sowie
  • Elektroschäden bzw. Akku-Schäden bei E-Bikes.
Ein Rennrad im Wert von 1.500 Euro können Sie , abhängig von Ihrem Wohnort, bereits für 20 Euro im Monat versichern . Wieviel Sie monatlich zahlen müssen, hängt jedoch individuell von
    • dem angegebenen Wert des Fahrrades (Versicherungssumme),
    • dem Wohnort des Versicherten,
    • der Laufzeit des Vertrages und
    • der Zahlungsweise
ab.

3. Der Fahrradschutzbrief

Wer mit dem Fahrrad oder dem E-Bike pendelt oder im Urlaub große Touren fährt, für den lohnt sich ein Fahrradschutzbrief. Dieser ist als reine Pannen- und Unfallhilfe konzipiert, und entweder für 11,90 Euro pro Jahr beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) erhältlich, oder für 9 Euro im Jahr beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) . Auch der Automobilclub Europa (ACE) bietet in seinem Comfort-Tarif Pannenhilfe für Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs an. Auto und Fahrräder kosten zusammen knapp 90 Euro pro Jahr.

4. Diebstahlschutz mit Codierung und hochwertigen Schlössern

Es gibt auch Möglichkeiten, Fahrraddieben das Leben schwer zu machen. Lassen Sie deshalb Ihr Bike einfach kostenlos von der Polizei codieren . Wer in einer Gegend wohnt, wo keine Codierungen von der Polizei vorgenommen werden, kann sich auch an den ADFC wenden. Dieser kann Ihr Fahrrad auch codieren – allerdings nicht kostenlos Doch wird das Rad nach einem Diebstahl aufgefunden, können Sie mühelos beweisen, dass es sich um Ihr Eigentum handelt. Auch ein hochwertiges Fahrradschloss kann potenziellen Fahrraddieben einen Strich durch die Rechnung machen. Je teurer das Rad, desto besser sollte auch das Schloss sein. Ihr Fahrrad sollte so abgeschlossen werden, dass ein Schloss nur mit hohem Aufwand geknackt werden kann. Doch so stabil ein solches Schloss auch ist, einen hundertprozentigen Schutz kann es nicht bieten. Daher lohnt sich eine leistungsstarke Fahrradversicherung die im Schadensfall für Ihre Kosten aufkommt. Haben Sie bereits eines Fahrradversicherung oder eine Hausratpolice und wissen nicht, ob die Leistung passt? Dann nutzen Sie doch einfach unseren kostenlosen Policen Direkt Experten-Check.
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