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Lebensversicherung kündigen

Vorteile und Nachteile einer vorzeitigen Kündigung der Lebensversicherung

Wichtigste Vorteile

  • Sofortige Liquidität.
  • Möglichkeit der Wiederanlage mit höherer Rendite.
  • Unkompliziertes Kündigungsverfahren.
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Wichtigste Nachteile

  • Abzug von Stornogebühren.
  • Verlust des vollen Versicherungsschutzes.
  • Verzicht auf hohe Garantiezinsen und Schlusszahlungen.

Kann man Lebensversicherungen vorzeitig kündigen?

Taschenrechner, nachrechnen, RenditeJa, die Lebensversicherung ist mit gewissen Kündigungsfristen jederzeit kündbar. Die Kündigungsfristen richten sich in der Regel nach der Fälligkeit der Beitragszahlung, die monatlich, quartärlich, halbjährlich oder jährlich vereinbart werden kann. Über die Fristigkeit der Beitragszahlung gibt Ihnen z.B. ihr Versicherungsschein Auskunft oder Sie schauen in Ihren Kontoauszügen nach. Grundsätzlich ist die Kündigung einer Lebensversicherung mit Nachteilen verbunden, da es sich bei der Lebensversicherung um ein langfristiges Finanzprodukt mit Mindestlaufzeiten von 12 Jahren und mehr handelt. Und auch sehr viel längere Laufzeiten von 30 Jahren und mehr sind nicht unüblich. Daher erreicht die Lebensversicherung plangemäß Ihre Idealrendite mit Erreichen des entsprechenden Ablaufdatums. Steigt man vorher aus, muss man zum Schutze der Rendite der übrigen (vertragstreuen) Versicherten auf einen Teil seiner Rendite verzichten, was im Volksmund auch pauschal als „Stornogebühren“ bezeichnet wird.

Stornorate nach Laufzeit bei LebensversicherungenAufgrund dieser bei Kündigung anfallenden Stornokosten gilt die Lebensversicherung bei Verbraucherschützern gemeinhin daher als unflexibel und teuer. Zwar kann man seinen Vertrag jederzeit kündigen und sich von seiner Versicherungsgesellschaft den Rückkaufswert auszahlen lassen, aber damit nimmt man auch Stornokosten in Kauf, verzichtet somit auf in Aussicht gestellte Überschusszahlungen bei Ablauf und verliert nicht zuletzt auch den Versicherungsschutz, nicht selten auch den von Versicherungen, die zusammen mit der Lebensversicherung abgeschlossen wurden, wie zum Beispiel die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) oder die Unfallzusatzversicherung (UZV). Trotzdem werden jährlich Rückkaufswerte im Gesamtvolumen von 14 Milliarden Euro ausgezahlt. Dabei gilt: Je länger die Vertragslaufzeit, desto höher die Stornowahrscheinlichkeit (Siehe Abb. 1). Die Verträge aller Laufzeiten zusammengerechnet, wird im Schnitt jede zweite Police vor Ablauf gekündigt. Die Kündigung einer Lebensversicherung sollte also gut überlegt sein. Und man sollte alle anderen Alternativen vorher für sich ausschließen können.

Tipp: Die Kündigung einer Lebensversicherung ist die ultima ratio, die nicht wieder rückgängig gemacht werden kann und den sofortigen Verlust des Versicherungsschutzes zur Folge hat. Daher sollten Sie vor einer Kündigung Alternativen überprüfen. Sie können sich damit auch an ihren Finanzberater oder an Ihre Bank oder Sparkasse wenden.

Wie kündige ich meine Lebensversicherung?

Für die Kündigung reicht eine schriftliche Mitteilung an die Versicherungsgesellschaft. Wichtig ist die Beurkundung durch eigene Unterschrift. Wer sicher gehen will, verwendet dafür ein Einschreiben mit Rückantwortschein.

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Warum werden Lebensversicherungen gekündigt?

Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses legt sich der Versicherte auf einen langen Zeitraum fest, ohne zu wissen, wie sich seine persönlichen und finanziellen Verhältnisse entwickeln werden. Vieles kann sich im Verlauf des Lebens ändern: Selbständigkeit, Arbeitslosigkeit, Hochzeit, Scheidung, Reisen, Immobilienerwerb, Kinder oder Krankheit sind die häufigsten Gründe, die Versicherte dazu bewegen können, ihre Lebensversicherung zu kündigen, um sich damit zusätzliche Liquidität zu sichern. Jedes Jahr werden rund 3% der bestehenden Lebensversicherungen gekündigt. Einer 2013 von der Steinbeis University Berlin in Zusammenarbeit mit Policen Direkt durchgeführten Umfrage zufolge steht die Schuldentilgung an erster Stelle der Gründe, seine Lebensversicherung zu kündigen. Hier das Ergebnis der Umfrage:

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden jährlich mehr als 5 Millionen Lebensversicherungsverträge abgeschlossen. Die Höhe der Versicherungssummen variiert dabei ebenso wie die Höhe der zu zahlenden Prämien. Während in Bayern monatlich im Schnitt etwa 90 Euro in die Lebensversicherung eingezahlt werden, sind es in Mecklenburg-Vorpommern nur etwa 58 Euro im Schnitt. Da die Beitragsfreistellung in der Regel sowohl die Versicherungssumme als auch die Ablaufleistung herabsetzt, entscheiden sich viele Verbraucher gleich für eine Kündigung, da sie so die Monatsprämien sparen und zusätzlich den Rückkaufswert ausgezahlt bekommen.
Auch Arbeitslose kündigen ihre bestehende Lebensversicherung, um sich zur Deckung der laufenden Kosten finanziellen Freiraum zu schaffen. Hinzu kommen zusätzliche Kosten für Bewerbungsgespräche. Eventuell wird auch die Selbständigkeit erwogen und die Lebensversicherung zur Finanzierung genutzt.
Unter dieser Beschreibung werden Hochzeiten und Scheidungen zusammengefasst. Auch Kinder und die Pflege von Angehörigen fallen darunter.
Darunter können Gelegenheitskäufe sein, wie ein Auto, Ausgaben, die mit der neuen beruflichen Situation des Lebenspartners zusammenhängen, beispielsweise Fahrtkosten, weil der Partner in eine Stadt umgezogen ist, Reparatur- und Renovierungskosten am Haus oder auch Reisen, weil ein guter Freund plötzlich in der Karibik heiratet.
Hierunter kann der langersehnte Ballettunterricht der Tochter fallen, Studiengebühren für eine angesehene Universität oder auch der Swimmingpool im eigenen Garten.
Für den Kauf eines Hauses ist Eigenkapital notwendig, das durch die Kündigung einer Lebensversicherung realisiert werden kann. Im Bundesdurchschnitt liegt die Eigenkapitalquote beim Immobilienerwerb bei etwa 12%. Experten raten sogar, mindestens 30% des Kaufpreises durch Eigenkapital abzusichern. Häufig wird die Kündigung der Lebensversicherung dazu verwendet, sich den Traum einer eigenen Immobilie zu erfüllen.
Wer in die Situation kommt, Hartz IV zu beantragen, muss zunächst seine eigenen Vermögensverhältnisse offenlegen: Bargeld, Immobilien, Wertgegenstände und Lebensversicherungen. Während die Form einer Rentenversicherung als Altersvorsorge geschützt ist, verlangt die Bundesagentur für Arbeit für den Bezug von Arbeitslosengeld II Kapitallebensversicherungen grundsätzlich zu überprüfen, sofern bestimmte Freibeträge überschritten werden.
Besonders risikoaffine Anleger oder Sparer, die im Lauf der Zeit vermögend geworden sind, sehen in der Lebensversicherung eine zwar sichere, aber renditearme Anlage. Wer kurzfristig Gelegenheit hat, in höher verzinste Anlagen zu investieren und das Risiko nicht scheut, kündigt auch die Lebensversicherung, um das Geld aus dem Rückkaufswert sofort in alternative Anlageformen investieren zu können.
Umgekehrt sehen auch besonders risikoaverse Sparer ein Risiko in der Lebensversicherung, weil sie, glaubt man einschlägigen Medienberichten, nicht davon überzeugt sind, dass das die richtige Sparform ist, um im Niedrigzinsumfeld bestehen zu können. Argumente hierfür sind vor allem die hohen Kosten und die geringe Verzinsung der Staatsanleihen, in denen Lebensversicherer hauptsächlich das Geld aus den Prämien anlegen.
Sonstige Gründe (3%)

Mehrfachnennungen waren möglich. Hier geht es zu den vollständigen Umfrageergebnissen.

In welchen Fällen ist die Kündigung einer Lebensversicherung sinnvoll?

Die Frage, ob eine Kündigung der Lebensversicherung sinnvoll ist oder nicht, kann man pauschal nicht beantworten, da sie erstens mit der finanziellen und persönlichen Situation des Versicherungsnehmers zusammenhängt und zweitens auch von Fragen abhängt, die mit der Police zu tun haben, z.B. Laufzeit, Höhe des Todesfallschutzes und eventuell mit der Police zusammen abgeschlossener Zusatzversicherungen. Anhand dieser Übersicht können Sie sehen, ob eine Kündigung in Ihrem Fall sinnvoll sein könnte oder nicht. Bei Fragen dazu können Sie auch Ihren Versicherungsmakler oder Berater ihrer Bank oder Sparkasse hinzuziehen.

Wann ist die Kündigung einer Police sinnvoll?
Wer Schulden hat, und dafür Sollzinsen aufbringen muss, für den macht es keinen Sinn, gleichzeitig Zinsen zu zahlen und einen Lebensversicherungsvertrag zu besparen. Kann die Verschuldung nicht mittelfristig behoben werden, würde auch ein Schuldnerberater empfehlen, bei der Lebensversicherung die Notbremse zu ziehen und ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorzuziehen. Insofern dient die Kündigung der Lebensversicherung als letzte Rettung für finanzielle Notsituationen aller Art, egal wodurch diese verursacht worden sind.
In einigen Fällen lassen sich zudem keine Alternativen zur Kündigung umsetzen, weil z.B. der Rückkaufswert zu gering ist, so dass z.B. Verkauf oder Beleihung nicht in Frage kommen. Auch Anträge auf Beitragsfreistellung können automatisch zur Kündigung der Police führen, sofern ein bestimmter Mindestrückkaufswert nicht erreicht wurde.
Wann ist die Kündigung einer Police nicht sinnvoll?
Besonders wer sich ganz am Anfang seines Vertrages befindet, sollte sich im Klaren sein, dass er bei Kündigung weniger Geld ausgezahlt bekommt, als er eingezahlt hat. Aber auch für Versicherte, die sich am Ende ihrer Laufzeit befinden, ist eine vorzeitige Vertragskündigung nicht empfehlenswert, da sie die endfälligen Schlusszahlungen verlieren, die sie in zwei oder drei Jahren ausgezahlt bekämen. Hier könnte ein Policendarlehen als Überbrückungskredit oder ein Verkauf mit Rückerwerbsoption sinnvoller sein.
Wer auf den Versicherungsschutz aus mit der Lebensversicherung zusammen abgeschlossener Zusatzversicherungen angewiesen ist, , hierunter fällt zum Beispiel die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) oder die Unfallzusatzversicherung (UZV), der sollte sich die Kündigung ebenfalls gut überlegen, da bei einem Neuabschluss der Versicherung in der Regel höhere Prämien fällig werden. Treten nachträglich Risikofaktoren auf, wie zum Beispiel eine chronische Erkrankung, kann dies sogar zu Ablehnungen von Versicherungsabschlüssen führen. In diesem Fall wäre also auf jeden Fall zu überlegen, die Police beitragsfrei zu stellen oder ein Policendarlehen bzw. einen Verkauf mit Rückerwerbsoption in Erwägung zu ziehen.
Einige Lebensversicherungen sind zudem gesetzlich von der Kündigung ausgeschlossen, wie z.B. Rürup-Verträge oder Direktversicherungen, die allenfalls beitragsfrei gestellt werden können. Riester-Verträge hingegen können zwar gekündigt werden, jedoch nur unter Verlust der erhaltenen Förderungen und Steuervorteile.
Steuerlichen Verlust macht man bei Kündigung ferner, wenn die Police vor dem 01.01.2005 abgeschlossen worden ist und eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren aufweist. Die Auszahlung der Ablaufleistung wäre in dem Fall steuerfrei, im Kündigungsfall wird die Police jedoch steuerschädlich. Das bedeutet, dass die Zinsen der auf den Sparanteil der Prämien bei Kündigung der Police versteuert werden müssen, auch wenn Sie im Auszahlungsfall steuerfrei gewesen wäre.
Generell raten Verbraucherschützer auch vor der Kündigung ab, wenn es sich dabei um Altverträge mit einer hohen Garantieverzinsung handelt. Diese betrugen beispielsweise 4% bis zum Jahr 2000 und wurden danach mehrfach gesenkt. Heute beträgt der Garantiezins nur noch 1,25% bei Neuabschluss. Altverträge haben verglichen mit einer neu abgeschlossenen Lebensversicherung also einen viel höheren Wert, den man nicht leichtfertig durch Kündigung aufgeben sollte.

Verbraucherschützer warnen vor Kündigung der Lebensversicherung

Die naheliegende Lösung – die Kündigung – ist oft auch die schlechteste Option. Verbraucherschützer, wie zum Beispiel die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnen daher auf ihren Webseiten vor der vorzeitigen Kündigung der Lebensversicherungspolice. Wer seine Lebensversicherung zur Finanzierung einsetzen möchte, z.B. für den Kauf von Immobilien, sollte sich genau überlegen, ob er sie kündigt - oder doch lieber verkaufen sollte. Welche Möglichkeiten gibt es also eigentlich, die Lebensversicherung zu verwerten? Hier alle Alternativen in der Übersicht:

Vor der Kündigung der Lebensversicherung warnen insbesondere die Verbraucherschützer. Die Gesellschaft berechnet in diesem Fall hohe Stornokosten. Über die Höhe der Stornokosten gibt es keinerlei Tabellen oder Richtlinien. Auch gibt es keine Vergleichbarkeit, da diese Gebühren direkt vom Rückkaufswert abgezogen werden – und nur dieser Wert wird dem Versicherten mitgeteilt. Zusätzlich verzichtet man bei der Kündigung der Police auf die zukünftigen Schlussüberschüsse – und bleibt vollständig auf den Abschlusskosten sitzen, die bereits in den ersten Jahren nach Abschluss der Lebensversicherung abgezogen worden waren. Drittens erlischt der wertvolle Versicherungsschutz sofort – und zusätzlich eventuell damit verbundene Zusatzversicherungen wie beispielsweise die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) oder die Unfallzusatzversicherung (UZV). Man sollte aus diesem Grund erst alle alternativen Optionen evaluieren, bevor man die Lebensversicherung kündigt.
Versicherte, die eine Police zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen haben und nachweislich nicht über das Widerrufsrecht belehrt worden sind, können ihren Vertrag gemäß des BGH-Urteils vom 07.05.2014 (AZ IV ZR 76/11) widerrufen und rückabwickeln lassen. Aber profitiert der Betroffene Versicherte davon wirklich? Kerstin Hartwig, Fachanwältin für Versicherungsrecht sieht daran erhebliche Zweifel, denn die Versicherungsgesellschaft kann Gegenansprüche geltend machen, schließlich bestand für den Vertragszeitraum ein Versicherungsschutz. Wie hoch dieser im Einzelfall ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Die Ermittlung des Wertes des in Anspruch genommenen Versicherungsschutzes überfordere den Versicherungsnehmer, denn dieser würde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet, ergänzt Fachanwalt für Versicherungsrecht Klaus Diwo gegenüber dem Versicherungsboten. Hartwig rät den Versicherten, den Vertrag unabhängig prüfen zu lassen. Dies kann beispielsweise ein Aktuar im Zweitmarkt für Lebensversicherungen durchführen, der Service ist dort sogar kostenlos. Außerdem prüfen Zweitmarktfirmen, ob ein Ankauf über Rückkaufswert vielleicht sogar die bessere Option ist.
Die Beitragsfreistellung ist rechtlich gesehen ein Teilstorno und hat sowohl eine Herabsenkung der Versicherungsleistung, als auch eine Minderung der Ablaufleistung zur Folge. Zusätzlich werden Stornokosten berechnet. In einigen, ungünstigen Fällen kann sich sogar eine negative Rendite daraus ergeben. Verbraucherschützer raten daher in der Regel davor ab.
Wer seine Liquiditätsprobleme als vorübergehend einstuft, für den ist das Policendarlehen eine gute Option. Banken akzeptieren in der Regel bestimmte Wertpapiere als Kreditsicherheit. Für den Kreditnehmer kann das zum einen oftmals der Verzicht auf die ungeliebte Schufa-Auskunft bedeuten. Zum anderen können besicherte Darlehen höhere Kreditsummen ermöglichen und verhelfen dem Darlehensnehmer zu einem niedrigeren Kreditzins, als das beispielsweise bei einem Ratenkredit der Fall wäre. Die auf Policendarlehen spezialisierten Banken können bis zu 100% einer kapitalstockgedeckten Renten- oder Lebensversicherung akzeptieren, damit erreicht der Rückkaufswert einer Lebensversicherung eine weitaus höhere Akzeptanz bei Banken, als das beispielsweise bei Aktien oder Immobilien der Fall ist. Auch fondsgebundene Lebensversicherungen können als Sicherheit akzeptiert werden.

Nach Erhebungen der Finanzberatung Max Herbst (FMH) sollte man ein Policendarlehen jedoch nicht bei der Versicherungsgesellschaft beantragen, bei der man die Police abgeschlossen hat. Deren Zinssätze sind in der Regel zu hoch, da viele Versicherer an diesem Geschäft nicht interessiert sind. Stattdessen sollte man ein Policendarlehen bei darauf spezialisierten Banken in Anspruch nehmen. Auch der Zweitmarkt für Lebensversicherungen kooperiert mit diesen Banken. Eine Beleihung ist auf dem Zweitmarkt aktuell schon ab 3,99% p.a. eff. möglich.
Banken akzeptieren in der Regel bestimmte Wertpapiere als Kreditsicherheit. Für den Kreditnehmer kann das zum einen oftmals der Verzicht auf die ungeliebte Schufa-Auskunft bedeuten. Zum anderen können besicherte Darlehen höhere Kreditsummen ermöglichen und verhelfen dem Darlehensnehmer zu einem niedrigeren Kreditzins, als das beispielsweise bei einem Ratenkredit der Fall wäre. Die auf Policendarlehen spezialisierten Banken können bis zu 100% einer kapitalstockgedeckten Renten- oder Lebensversicherung akzeptieren, damit erreicht der Rückkaufswert einer Lebensversicherung eine weitaus höhere Akzeptanz bei Banken, als das beispielsweise bei Aktien oder Immobilien der Fall ist. Auch fondsgebundene Lebensversicherungen können als Sicherheit akzeptiert werden.

Nach Erhebungen der Finanzberatung Max Herbst (FMH) sollte man ein Policendarlehen jedoch nicht bei der Versicherungsgesellschaft beantragen, bei der man die Police abgeschlossen hat. Deren Zinssätze sind in der Regel zu hoch, da viele Versicherer an diesem Geschäft nicht interessiert sind. Stattdessen sollte man ein Policendarlehen bei darauf spezialisierten Banken in Anspruch nehmen. Auch der Zweitmarkt für Lebensversicherungen kooperiert mit diesen Banken. Eine Beleihung ist auf dem Zweitmarkt aktuell schon ab 3,99% p.a. eff. möglich.
250.000 Berufsunfähigkeitsrenten mit einem Volumen von insgesamt 1,7 Milliarden Euro haben nach Angaben des Analysehauses Morgen & Morgen die deutschen Versicherer 2012 an Versicherte ausgezahlt. Was viele nicht wissen: Darunter können auch Versicherte sein, die ihre Lebensversicherung bereits verkauft haben, an die eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) gekoppelt war. Würde man die Police kündigen, würde sowohl der Todesfallschutz, als auch die BUZ entfallen. Verkauft man sie jedoch in Verbindung mit einer Rückerwerbsoption (Policencash), so bleibt die BUZ erhalten. Wer einmal eine BUZ abgeschlossen hat - vor allem in jungen Jahren, für den wäre eine Kündigung besonders fatal, da die BUZ bei Neuabschluss mit zunehmenden Alter immer teurer wird. 52% der Leistungsfälle entfallen bereits auf die Altersgruppe der über 50jährigen. In dieser Altersgruppe ist der Versicherungsschutz also besonders wichtig. Der Verkauf mit Rückerwerbsoption, auch Policencash genannt, eignet sich somit vor allem für Versicherte, die sich nicht endgültig von ihrer Versicherung trennen wollen, aber schnell und unbürokratisch Liquidität benötigen. Zu jedem gewünschten Zeitpunkt kann der Versicherte seinen Vertrag zurückerwerben – und zahlt dafür neben dem ursprünglichen Kaufpreis und den entrichteten Prämien nur die Zinskosten, die Policencash die Nähe zum Policendarlehen bringen.

In der Sendung "Servicezeit" zeigte das WDR zwei Beispiele aus der Praxis von Versicherten, die ihre Lebensversicherung gekündigt haben.

Steuervorteile: Wie unterscheidet das Finanzamt Kündigung der Lebensversicherung und Verkauf?

Beispielrechnung Kündigung und Verkauf von FondspolicenGrundsätzlich unterliegt der Verkauf der Lebensversicherung der Besteuerung durch die Kapitalertragssteuer (KESt). Allerdings bleiben Erträge von Altpolicen, die vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, auch bei Verkauf steuerfrei, wenn sie die Voraussetzungen für eine Kapitalertragssteuerfreiheit, z.B. 12 Jahre Laufzeit oder länger und mindestens 5 Jahre Beitragszahldauer, erfüllen. Im Kündigungsfall werden hingegen auch steuerfreie Policen steuerschädlich.

Anders verhält es sich bei fondsgebundenen Lebensversicherungen. Diese werden nicht wie Kapitalpolicen mit Mehrerlös über Rückkaufswert angekauft, um sie bis zur Endfälligkeit weiterzuführen, sondern sie werden in der Regel zu Kaufpreisen von rund 97% des Rückkaufswertes erworben. Dies kann aus steuerlichen Gründen sinnvoller sein, als die Police gleich zu kündigen. Denn Verkauf und Kündigung werden unterschiedlich besteuert. Im Kündigungsfall unterliegen sämtliche Zinseinnahmen aus dem Sparanteil der Steuerpflicht. Bei Verkauf wird jedoch nur die Differenz aus dem erhaltenen Kaufpreis und der Summe der eingezahlten Prämien besteuert (Siehe Abbildung 2). Zusätzlich können eventuelle Verluste, d.h. wenn der erhaltene Kaufpreis unter den bisher eingezahlten Beiträgen liegt, ggfs. mit Kapitalerträgen verrechnet werden.

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Bleibt bei einem Verkauf der Police der Versicherungsschutz erhalten?

Im Prinzip ja. Allerdings sollte man genau beachten, an wen man seine Police verkauft, denn es gibt eine ganze Reihe von schwarzen Schafen unter den Ankäufern. Bei einem im Jahr 2012 durchgeführten Test des Zweitmarktes für Lebensversicherungen wies Stiftung Warentest darauf hin, dass nur Unternehmen, die sich im Zweitmarktverband BVZL zusammengeschlossen haben, Lebensversicherungen zu dem Zweck ankaufen, um diese bis zur Endfälligkeit fortzuführen. Nur dadurch bleibt ein Rest-Versicherungsschutz erhalten. Der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt für Lebensversicherungen (BVZL) e.V. hat dazu einheitliche Qualitätskriterien für den Ankauf von Lebensversicherungen veröffentlicht, zu deren Einhaltung sich die Mitglieder verpflichtet haben. Tritt der Versicherungsfall nach Verkauf der Police ein, wird die Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt, abzüglich des bereits gezahlten Kaufpreises, durch den Ankäufer gezahlter Prämien und Zinskosten. Darüber hinaus gibt es Ankäufer, die Policen gegen hohe Gebühren ankaufen bzw. unter Rückkaufswert auszahlen oder gar nur Teilsummen auszahlen und die Zahlung des Restbetrages in Zukunft versprechen. Von diesen Modellen raten die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Stiftung Warentest und andere Verbraucherschützer ab.

Überblick: Darauf sollte man beim Verkauf seiner Lebensversicherung achten:

  • Auszahlung des Kaufpreises in einer Summe
  • Kaufpreis über dem Auszahlungsbetrag der Versicherung
  • Unternehmen ist Mitglied im BVZL
  • Kaufangebote bzw. Bewertungen sind kostenlos und unverbindlich

Wie kann ich meine Lebensversicherung kündigen?

Der schnellste und unbürokratischste Weg ist die schriftliche Kündigung direkt bei der Versicherungsgesellschaft. Am besten, man verwendet dazu ein Einschreiben mit Rückantwortschein bei der Post, damit man die Kündigung selbst dokumentieren kann. Es ist dabei keine Angabe von Gründen notwendig. Bitte beachten Sie, dass je nach Vertrag verschiedene Kündigungszeitpunkte vorgesehen sind. Grundsätzlich ist der erste Geltungstag der Police der Hauptfälligkeitszeitpunkt, zu dem grundsätzlich auch gekündigt werden kann. Die meisten Versicherungsgesellschaften akzeptieren aber auch monatliche Kündigungsfristen, und zwar dann, wenn eine monatliche Prämienzahlung vereinbart wurde. Sind Sie sich hinsichtlich Ihres Kündigungstermins nicht sicher, empfiehlt es sich, den Passus „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ in das Schreiben mit aufzunehmen.

So könnte ein Kündigungsschreiben an den Versicherer aussehen:

Muster-Schreiben Kündigung der Lebensversicherung:

30.Februar 2015

Absender:
Max Mustermann
Musterstr. 1
12345 Musterstadt


An:
Musterfall Versicherungs AG
Abteilung Lebensversicherung
Versicherungsstr. 1
67890 Versicherungswalde

[[Policennummer oder Versicherungsnummer]]

Kündigung meiner Lebensversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich oben genannte Lebensversicherung zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Mit Ablauf der Versicherungsfrist erlischt die erteilte Einzugsermächtigung. Bitte erstatten Sie den Rückkaufswert an folgende Bankverbindung:

Musterbank
IBAN: DE10 0815 0815 0000 12345 00
BIC: MUSTERB0815
Kontoinhaber: Max Mustermann

Ich erbitte eine schriftliche Kündigungsbestätigung an meine o.g. Anschrift

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Falls Sie an einem Verkauf interessiert sind, können Sie sich hier ein unverbindliches Angebot einholen:

Warum Policen Direkt?

  • Marktführer im Zweitmarkt.
  • Sicherer und seriöser Verkauf.
  • Schnelle und einfache Abwicklung.
  • Mitglied im BVZL.
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Team

Wer ist Policen Direkt?

Bevor Sie eine Lebensversicherung selbst kündigen, sollten Sie sich zu allen zur Verfügung stellenden Optionen beraten lassen, beispielswiese bei Ihrem Bank- oder Versicherungsberater oder bei den Experten des Zweitmarktes. Folgende Fragen spielen bei der Kündigung im Vorfeld eine Rolle:

  • Wie hoch ist der Liquiditätsbedarf? Soll die gesamte Police liquidiert werden oder reichen Teilbeträge, um die Police aufrechtzuerhalten?
  • Eventueller Verlust von steuerlichen Begünstigungen im Kündigungsfall
  • Steuerliche Behandlung ist bei Kündigung und Verkauf verschieden
  • Verlust des Todesfallschutzes im Kündigungsfall
  • Verlust von Zusatzversicherungen, die zusammen mit der Lebensversicherung abgeschlossen worden, z.B. Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) oder Unfallzusatzversicherung (UZV)
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Die Zweitmarktexperten von Policen Direkt können anhand dieser Vorgaben mehrere Optionen aufzeigen, die jeweils eine bessere Alternative zur Kündigung darstellen:

Kundenwunsch Nachteil Lösung
Schnelle und unkomplizierte Liquidierung der Police Verlust Todesfallschutz, Stornokosten Kündigung
Mehrerlös über Rückkaufswert, Rest- Todesfallschutz Verlust Zusatzversicherungen (BUZ, UZV) Verkauf
Erhalt Todesfallschutz und Erhalt von Zusatzversicherungen Auszahlung von bis zu 90% des Rückkaufswertes Verkauf mit Rückerwerbsoption
Vollständiger Erhalt der Police Weiter Belastung durch Beitragszahlungen, Zinskosten Policendarlehen

Ist Beitragsfreistellung eine Alternative?

Oft wird die zusätzlich noch die Beitragsfreistellung als Kündigungsalternative genannt. Dass aber die Beitragsfreistellung einer Teilkündigung der Lebensversicherung gleich kommt, die dem Versicherten viel Geld kosten kann, wissen nur wenige Verbraucher. Dabei kann sich in Extremfällen die Rendite durch reines Liegenlassen sogar negativ entwickeln. Besonders anhand einer fondsgebundenen Lebensversicherung kann dieses Problem veranschaulicht werden. Der österreichische Versicherungsmakler Herbert Tiefenthaler berichtete auf seiner Webseite von einem Fall, bei dem ein Kunde (männlich, 31 Jahre) seine Fondspolice jahrelang beitragsfrei gestellt hatte und sich auf die angegebene Fondsrendite von 3% freute. Doch er unterschätzte die laufenden Kosten. Die Wertemitteilung wies ihm eine negative Rendite für die Ablaufleistung aus. Wurde die Police noch nicht lange genug bespart, kann der Antrag auf Beitragsfreistellung sogar zur sofortigen Kündigung der Police führen, sofern der Rückkaufswert eine bestimmte Untergrenze nicht erreicht hat.

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Sonderfall Fondsgebundene Lebensversicherung

Oft werden auch fondsgebundene Lebensversicherungen zum Ankauf eingereicht. Doch diese können nur zu 97% des Rückkaufswertes angekauft werden. Außerdem wird jede Fondspolice nach Ankauf gekündigt, während kapitalstockgebundene Policen in der Regel weitergeführt werden. Trotzdem kann auch den Ankauf von Fondspolicen für den Versicherten sinnvoll sein. Warum?

Generell werden mehr Fondspolicen gekündigt, als Kapitallebensversicherungen. Die Stornoquote beträgt 3% bei Kapitallebensversicherungen, jedoch 8,4% bei fondsgebundenen Lebensversicherungen. Warum ist das so? Dem könnte die weit verbreitete Annahme zugrunde liegen, dass man Kapitallebensversicherungen auf dem Zweitmarkt mit Mehrerlös über Rückkaufswert verkaufen kann, Fondspolicen hingegen nur unter Rückkaufswert. Der Nutzen für den Verbraucher ergibt sich unter Berücksichtigung der Besteuerung. Während bei Kündigung sämtliche Zinseinnahmen aus dem Sparanteil besteuert werden, wird bei Verkauf nur der Differenzbetrag aus Kaufpreis und Summe der eingezahlten Prämien besteuert. Daraus kann sich ein direkter Steuervorteil ergeben. Ein weiterer Steuervorteil kann unter Umständen hinzukommen, wenn man mit einkalkuliert, dass durch die Differenzberechnung auch Verluste entstehen können, die wiederum mit Einnahmen aus Kapitalerträgen verrechnet werden können. Im Kündigungsfall ginge das nicht.

Häufige Fragen

Wird der Vertrag vor Ablauf der Frist gekündigt, werden Stornokosten berechnet, die bereits im Rückkaufswert berücksichtigt sind. Außerdem entfällt der Versicherungsschutz und man verliert den Anspruch auf seine Ablaufleistung. Zu beachten ist weiterhin, dass auch eventuell in Verbindung mit dem Vertrag abgeschlossene Zusatzversicherungen, wie z.B. die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) oder Unfallzusatzversicherung (UZV) automatisch erlöschen.
Die Stornokosten im Kündigungsfall, die sofort zum Abzug gebracht werden, sind bereits recht hoch. Zudem ist das Renditeversprechen auf die Ablaufleistung bezogen, welche endfällige Überschüsse enthält, die im Kündigungsfall nicht gezahlt werden. Dies alles wirkt sich mindernd auf die Rendite aus. Im Extremfall, d.h., wenn der Vertrag noch nicht lange genug lief, kann die Rendite im Kündigungsfall auch negativ ausfallen.
Grundsätzlich ist jeder Vertrag zur Hauptfälligkeit stornierbar. Das ist üblicherweise der erste Geltungstag der Police. Wurde eine monatliche Beitragszahlung vereinbart, akzeptieren die meisten Versicherungsgesellschaften darüber hinaus auch eine monatliche Kündigungsfrist.
Die Höhe der Kündigungsgebühren lässt sich leider nicht exakt bemessen. Sie variiert nicht nur je nach Versicherungsgesellschaft, sondern auch nach Vertrag und Laufzeit. Generell gilt: Je älter der Vertrag ist, desto geringer werden auch die Stornokosten. Da diese bereits im Rückkaufswert enthalten sind, ist eine genaue Bezifferung der Stornokosten nicht möglich.
Im Kündigungsfall ist die Auszahlung dann steuerfrei, wenn der Vertrag vor dem 1.1. 2005 abgeschlossen wurde, mindestens 12 Jahre gelaufen ist und die vereinbarte Todesfallsumme mindestens 60% der eingezahlten Beiträge beträgt. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, werden 25% Abgeltungssteuer fällig. Bei Verträgen, die nach dem 01.01.2005 abgeschlossen worden wird die Differenz zwischen Auszahlung und eingezahlten Beiträgen besteuert. Auch hier gibt es steuerliche Begünstigungen bei einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren und ab einem Mindestalter des Versicherten von 60 Jahren.
Im Internet werben einige Firmen damit, Lebensversicherungen anzukaufen, um diese „professionell“ zu kündigen. Verbraucherschützer, wie Stiftung Warentest in der Ausgabe von Februar 2012, halten davon in der Regel recht wenig. Meist geht es nur darum, für vage Versprechungen, „mehr aus dem Rückkaufswert herauszuholen“ möglichst hohe Gebühren abzukassieren. Verbraucher sollten daher zunächst versuchen, ihren Vertrag über Rückkaufswert auf dem Zweitmarkt zu verkaufen oder ansonsten den Vertrag selbst bei der Versicherungsgesellschaft zu kündigen.
Natürlich kann man mit dem Geld aus der Lebensversicherung machen was man will, also auch andere Investments tätigen. Skeptisch sollte man jedoch bei Angeboten sein, die anbieten, die Police anzukaufen, diese zu kündigen, und das ausgezahlte Geld in alternative Anlagen zu investieren. Meist werden in diesen Fällen nur Teilbeträge ausgezahlt, während der Restbetrag verbunden mit hohen Zinsversprechen später ausgezahlt werden soll. In der Regel handelt es sich bei solchen Offerten um unerlaubtes Einlagegeschäft. Die BaFin ermittelt regelmäßig gegen solche Verstöße gegen das Kreditwesengesetz (KWK).