Pleitewelle droht: Es gibt Alternativen zum Lebensversicherung kündigen

Die Corona-Krise hat ganze Wirtschaftsbranchen voller Wucht getroffen. Viele fürchten eine Pleitewelle. Selbstständige und Angestellte sind unverschuldet in finanzielle Schieflage geraten - sei es durch Jobverlust, Kurzarbeit oder Einnahmeausfälle. Auch staatliche Hilfen reichen oft nicht aus oder kommen zu spät, so dass viele nun an ihre Reserven gehen. Manch einer kündigt vorschnell die Lebensversicherung. Dabei gibt es Möglichkeiten, schnell und sicher Mittel aus den Verträgen zu bekommen und dabei die Altersvorsorge zu erhalten.

Für zahlungsunfähige Unternehmen ist die Corona-Schonfrist vorbei. Sie müssen ab sofort Insolvenz beantragen. Die Aussetzung der Antragspflicht gilt seit Anfang Oktober nur noch eingeschränkt und nur noch für überschuldete Unternehmen. Experten fürchten deshalb eine immense Pleitewelle, vor allen Dingen im Entertainment- und Messesektor, bei Reisebüros oder Hotels. Wer Löhne, Lieferanten, Mieten oder andere Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann, muss jetzt Insolvenz beantragen.

Viele Unternehmer und Angestellten müssen an ihre Reserven. Manch einer kündigt aktuell vorschnell seine private Altersvorsorge, um die Fixkosten weiterhin bewältigen zu können.

VORSICHT: Wer die Lebensversicherung einfach beim Versicherer kündigt, verliert die Altersvorsorge, den Hinterbliebenenschutz und verzichtet auch noch auf wichtigen finanziellen Mehrwert.

Deutsche Verbraucher verschenken jedes Jahr knapp 100 Millionen Euro, weil sie kündigen statt die Police am Zweitmarkt zu verkaufen. Dort gibt es außerdem weitere Methoden, mit der Lebensversicherung schnell und sicher an Geld zu kommen.

Sie wollen Ihre private Altersvorsorge erhalten? Je nachdem, wie viel und wie lange Sie überbrücken müssen, gibt es Möglichkeiten: die Altersvorsorge und die im Vertrag enthaltenen Zusatzversicherungen wie Berufsunfähigkeitsversicherung.

Grafik: Je nach Stufe des Liquiditätsbedarf stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Einnahmen langsam stabilisieren, Ausgabenseite reduzieren

Manch einer konnte sich mit dem Kurzarbeitergeld über Wasser halten, hat inzwischen einen neuen Job gefunden oder konnte gemeinsam mit dem Partner vorher etwas zurücklegen. Trotzdem herrscht noch kein Normalzustand, der finanzielle Engpass ist noch nicht überwunden.  

Hier bietet sich eine kurzfristige Reduzierung der Ausgabenseite an. Neben der Stundung von Krediten - Banken zeigen sich aktuell kulant - oder dem Dispokredit, lohnt sich ein Blick auf die Lebensversicherung. Eine wertvolle private Altersvorsorge ist nämlich mit nicht unerheblichen monatlichen Beitragszahlungen verbunden. Diese können aber pausiert werden.

TIPP:

Kurze finanzielle Engpässe können mit einem Dispokredit und einer Beitragspause in der Lebensversicherung überstanden werden.

WICHTIG: Wer die Beitragszahlungen in der Lebensversicherung aussetzen will, sollte die vertraglichen Details für einen Wiedereinstieg kennen. Denn in der Regel ist das abhängig von der Kulanz der Versicherungsgesellschaft. Bei älteren Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, darf die Beitragspause nicht länger als zwei Jahre sein. Nur so bleiben auch die Erträge auf weitere Einzahlungen steuerfrei.

TIPP:

Checken Sie eine mögliche Beitragspause in den Vertragsunterlagen oder mit Ihrem Versicherer oder Vermittler. 

Liquidität über Dispokredit und Kosteneinsparung steht Ihnen sofort zur Verfügung.

Lebensversicherung als Geldquelle nutzen und Altersvorsorge behalten

Die Zinsen für den Dispo sind auf Dauer einfach zu hoch, weswegen sich dieser nun als kurzfristiges Instrument eignet.

Wer mittelfristige Notlagen überbrücken muss, kann die Lebensversicherung beleihen. Das Policendarlehen ist ohne Schufa-Eintrag möglich. Besonders günstige Konditionen bieten hier Zweitmarkt-Unternehmen. 

Wussten Sie, dass anders als beim Ratenkredit der Zugriff auf das Policendarlehen schnell, unkompliziert und ohne Schufa-Eintrag funktioniert?

Zudem bleibt der Versicherungsschutz für Todesfall und Berufsunfähigkeit erhalten. 

Die Zinszahlung erfolgt monatlich, die Tilgung ist endfällig. Sobald sich die finanzielle Lage wieder stabilisiert, kann die Summe in Teilbeträgen oder auch im Ganzen zurückgezahlt werden. Alternativ können Sie sich die Summe bei Vertragsende mit der Ablaufleistung verrechnen lassen. Die Auszahlung des Policendarlehens erfolgt innerhalb 2-3 Wochen. 

Auch Ihr Versicherer bietet möglicherweise diesen Service an, leider aber zu meist nicht konkurrenzfähigen Konditionen 

Rettung in höchster Not mit Rest-Todesfallschutz und finanziellem Mehrwert

Für viele stellt sich diese Wahl aktuell aber leider nicht - sie benötigen langfristig Geld und müssen ihre Reserven komplett auflösen. In dem Fall sollte das immerhin zu den bestmöglichen Konditionen erfolgen. Es geht hier schließlich um jeden Euro und wertvollen Hinterbliebenenschutz.

Wer seine Policen einfach kündigt, hat schon verloren. Die Lebensversicherung zu verkaufen ist immer die bessere Alternative. Dabei profitiert der Verkäufer nämlich von 3 bis 7 Prozent Mehrwert gegenüber dem Rückkaufswert beim Versicherer, in Einzelfällen sogar bis zu 15 Prozent. Bei einem Rückkaufswert von 50.000 Euro kann das leicht 3.000 Euro ausmachen.

Der Aufwand unterscheidet sich dabei nicht von der Kündigung.

Auch Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, empfiehlt den Verkauf der Lebensversicherung im aktuellen Corona-Podcast (Folge 29).

Ganz neu bei Policen Direkt:

Erhalten Sie sofort online Ihren individuellen Kaufpreis und ihren Vertrag. Damit können Sie den Vorgang nochmals beschleunigen und bereits nach 2-3 Wochen ihr Geld bekommen. 

Lebensversicherung verkaufen: Im Todesfall bleibt ein Rechtsschutz für Ihre Hinterbliebenen

Neben dem finanziellen Vorteil ist der Hinterbliebenenschutz das entscheidende Argument für den Verkauf der Lebensversicherung. Denn bei einer Kapitallebensversicherung bleibt dieser teilweise erhalten. Liegt die Versicherungssumme über dem Verkaufspreis, leitet der Käufer im Todesfall die Differenz abzüglich von Verwaltungskosten an die Hinterbliebenen weiter. Stirbt die versicherte Person und die Police ist noch aktiv, erhalten die Erben vom Policenkäufer eine Todesfallleistung in Form einer nachträglichen Kaufpreiserhöhung – die Differenz der vom Versicherer gezahlten Todesfallleistung abzüglich aller bis dahin für den Policenkäufer angefallenen Kosten wie beispielsweise laufende Beiträge und Kaufpreis für die Police.  

Verkaufen Sie nur an BVZL-Mitglieder

Die Lebensversicherung zu verkaufen ist Vertrauenssache: Deshalb sollte der Verkauf der Lebensversicherung nur an ein Unternehmen erfolgen, das sich an die strengen Standards des Bundesverbands Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) hält. Mitgliedsunternehmen bezahlen beispielsweise den vereinbarten Kaufpreis immer sofort, ohne Abzug und gewähren den Rest-Todesfallschutz. Von Anbietern, die Ratenzahlungen anbieten oder eine mögliche Rückzahlung der Kapitalertragssteuer nicht an den Kunden weitergeben, ist in jedem Fall abzusehen. 

In finanziellen Notlagen lohnt es sich ebenfalls, Versicherungskosten zu optimieren und bestehende Versicherungsverträge zu checken. Mit einem Bedarfscheck ermitteln Sie, welche Policen in Ihrer Lebenssituation unbedingt notwendig sind.

Wie gut hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Bitte bewerten Sie mit 5 Sternen.

Weil Sie den Artikel nützlich fanden...

Folgen Sie uns in den sozialen Medien!

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht hilfreich war.

Gerne würden wir von Ihnen erfahren, was verbessert werden kann.

Wie können wir den Artikel verbessern?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!