Wie rational ist das Anlageverhalten?

Wie rational ist das Anlageverhalten?

“Anleger machen noch immer dieselbe Art von Fehlern”, schreibt das Wallstreet Journal.  Einige davon hat Autorin Kirsten Grind zusammengetragen. Sie schlägt Investoren vor, einen langfristigen Plan zu verfolgen und kurzfristige Ereignisse dabei eher auszublenden. Als Beispiel dafür führt sie Gold als Anlageobjekt an. Dieses sei in den Medien über eine Zeit lang überrepräsentiert gewesen, was viele Anleger in diese Anlageklasse gedrängt hat. Hätte man die Goldpreisentwicklung hingegen über lange Zeiträume beobachtet, hätte man festgestellt, dass die Preisentwicklung des Edelmetalls wesentlich schlechter war, als beispielsweise die von Aktien. Generell mangelte es den meisten privaten Anlegern an fundierten Börsenkenntnissen. Dazu gehöre Grind zufolge mehr als nur die Analyse kurzfristiger Entwicklungen. Die meisten unterlägen hingegen Fehlinterpretationen – was zu teuren Anlagefehlern führen kann. Auch Investmentfonds werden als Beispiel angeführt. Häufig sei die Renditeentwicklung teurer Fonds schlechter, als die von günstigen, weil erstens der Einstiegszeitpunkt nicht optimal gewählt werde und zweitens die Kosten der Fonds häufig übersehen werden. Schließlich geht Grind auch auf das Problem der Altersvorsorge ein. Gerade junge Leute würden die Risiken verdrängen oder auf die lange Bank schieben. Dadurch würde zu wenig für das Alter angespart. Rechnet man all diese Punkte von Grind zusammen, kann man als Quintessenz eigentlich nur daraus lernen, dass besonders für Sparer, die nur keine oder geringe Börsenkenntnisse besitzen, das Ansparen mit einer vermögensbildenden Lebensversicherung am besten ist. Falls dann doch das Geld für andere Mittel gebraucht wird: Der Zweitmarkt kauft Policen auf und hilft damit, Stornokosten zu vermeiden. 

Welchen Medienexperten kann man am ehesten vertrauen? 

Anleger lassen sich oft durch Artikel in der Wirtschaftspresse leiten. Die Medienanalysten von Media Tenor haben ein Ranking der führenden Wirtschaftsjournalisten erstellt, und zwar unterteilt nach den Fachgebieten Euro, Inflation, Unternehmen und Konjunktur. Hans-Werner Sinn führt beispielsweise mit weitem Abstand das Ökonomen-Ranking auf dem Gebiet des Euro an, im Bereich Inflation rangiert er auf dem dritten Platz hinter Jörg Krämer und Thomas Mayer. Um ins Ökonomenranking aufgenommen zu werden, musste man sich als mindestens als Spitzenwissenschaftler, Institutsleiter, Chefökonom u.ä. einen Namen gemacht haben. Für das Ranking haben Analysten manuell (darauf legt der Media Tenor wert) Textpassagen dieser Autoren ausgewertet, anhand ihrer Tauglichkeit geprüft und deren Nachrichtendurchdringung bewertet. Media Tenor beklagt vor diesem Hintergrund, dass nur maximal 2% aller Berichte Expertenmeinungen widerspiegeln würden, während der Rest Positionen aus Politik und Verbänden wiedergibt. Nur in das investieren, was man wirklich versteht? „Wir müssen uns davon verabschieden, jedes Finanzprodukt verstehen zu wollen, das können nicht einmal die Berater” sagt Kapitalmarktforscher Prof. Lutz Johanning. Damit durchbricht Johanning ein uraltes Paradigma der Finanz- und Versicherungswirtschaft: “Kaufe kein Finanzprodukt, das Du nicht verstehst”. Der WHU-Professor verweist dabei auf das Finanzwissen der meisten Bundesbürger, die bereits vor Begriffen, wie “Rendite” oder “Fonds” kapitulieren würden, ganz zu schweigen von “Überschussbeteiligungen” oder “Endfälligkeit”, wie sie bei der Lebensversicherung üblich sind, von “Bewertungsreserven” ganz zu schweigen. Johanning führt diese Defizite unter anderem darauf zurück, dass es kein Schulfach “Wirtschaft” gäbe, vielleicht abgesehen von Wirtschaftsgymnasien. Das selbsterklärte Ziel des Anlegerschutzes, gegen die Komplexität von Finanzprodukten vorgehen zu wollen, würde daher ins Leere laufen, so der Professor weiter. Lebensversicherungen dürfen wohl für sich vereinnahmen, zu den kompliziertesten Finanzprodukten überhaupt zu gehören. Zumindest der Zweitmarkt versucht hierbei ein Mindestmaß an Transparenz herzustellen, indem er einheitliche Ankaufskriterien von Lebensversicherungen zur Verfügung stellt. 

Investment in Zweitmarktpolicen: Mit Sicherheit mehr Rendite 

Wer eine sichere Anlage möchte, für den gibt es zur Kapitallebensversicherung kaum Alternativen, insbesondere wenn es sich dabei um die Altersvorsorge handelt. Die Lebensversicherung gilt dabei als eine der wenigen Ansparformen, bei denen eine positive Rendite in der Zukunft garantiert ist. Eine der wichtigsten Kriterien dafür stellt die Mindestverzinsung dar, die bei Altverträgen bis zu 4% betragen kann. Auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen können Sie nicht nur Altpolicen verschiedener Versicherungsgesellschaften mit verschiedenen Laufzeiten erwerben – diese haben in der Regel auch eine höhere Rendite, als Policen auf dem Erstmarkt, da auf dem Zweitmarkt die Abschluss- und Verwaltungskosten in der Regel bereits bezahlt sind.

Von 

 

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