Die wichtigste Sparform der Deutschen ist immer noch das Girokonto: 56% der Bundesbürger gaben das praktisch zinsfreie Konto gegenüber des Meinungsforschungsinstitutes Toluna als “Sparform” an. 54% der Befragten legen ihr Geld auf einem Sparkonto an, gefolgt von 42% Tagesgeldkonto-Nutzern. Die Lebensversicherung folgt mit 32% auf Platz 5 nach dem Bausparvertrag (34%). Ebenfalls 34% gaben an, dass sie ihre Ersparnisse zu Hause aufbewahren würden. Dort sei es sicher, und Zinsen gebe es dafür ebenso wenig, wie auf dem Girokonto. Überraschenderweise lag der Anteil der Über-60jährigen bei den Kopfkissen-Sparern mit 20% unter dem Anteil der 18 bis 29jährigen. In dieser Altersgruppe hatten sogar 34% angegeben, das Geld in der Schublade zu verwahren. Auch beim Festgeld können Gefahren drohen Neun von zehn der beim Branchendienst FMH im Zinsvergleich für Tagesgeld bestgelisteten Banken sind ausländische Banken. Nur ein Anbieter gehörte der gesetzlichen und freiwilligen Sicherung an. Ähnlich sehe es beim Festgeld aus. Heinz-Roger Dohms vom Manager-Magazin zufolge könnte den deutschen Sparern ein “neues Kaupthing” drohen, wie der Autor die Gefahr in Anlehnung an die isländische Pleitebank bezeichnet. Die “neuen Kaupthings” hätten mit aggressiven Renditeversprechen mittlerweile mehr Geld eingesammelt, als beispielsweise die Sparkassen. Doch anders als deutsche Banken (zu denen übrigens auch ING Diba und Santander gehören), verfügen die ausländischen Anbieter lediglich über eine “Banklizenz light”. Die italienische IW Bank wird beispielsweise in diesem Zusammenhang genannt, oder auch die estnische Bigbank. Geht die Bigbank pleite, muss der Anleger in Tallinn vorstellig werden, um an seine Einlagen zu kommen, schreibt Dohms weiter. Dohms macht auch die Ursache für die verzweifelte Renditejagd aus: Im Schnitt erhielte man in Deutschland für Tagesgeld lediglich 0,42% Zinsen. “Gold hat nicht wirklich viel zu bieten” Auch der Goldrausch – einst galt Gold als eines der sichersten Anlagen überhaupt – scheint vorerst beendet. “Gold hat nicht wirklich viel zu bieten” wird Hermes-Manager Joseph Murphy im Wall Street Journal zitiert. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um 19% gesunken. Auch Russland hat als letzter Großinvestor den Rückzug angetreten. Gründe dafür gibt es laut Wallstreet Journal viele: Nach der Finanzkrise setzten viele Anleger auf die Inflationsgefahr – zu Unrecht, denn die aktuelle Entwicklung deutet eher auf eine gegenteilige Entwicklung. Auch ist die Aufbewahrung des Edelmetalls, das keinerlei Zinsen abwirft, ziemlich kostspielig. Murphy zufolge würden sich die Anleger nun verstärkt Anleihen und Aktien zuwenden. Die Lebensversicherung als reines Anlageprodukt spielt hingegen aufgrund der niedrigen Renditen kaum eine Rolle und hat allenfalls als Zweitmarktpolice Chancen, das Interesse von sicherheitsorientierten Anlegern zu gewinnen. Alternative Zweitmarktpolice Sicherheiten bieten vor allem Kapitallebensversicherungen, vor allem gesetzliche Sicherheiten, wie der Garantiezins und ein durch den Deckungsstock gläubigergeschütztes Anlagevermögen. Die Kapitalanlagevorschriften deutscher Lebensversicherer gelten als eine der restriktivsten Vorschriften überhaupt. Dennoch sehen viele in der Lebensversicherung keine echte Alternative zum Sparbuch oder Festgeld: Zu langfristig ist die damit verbundene Vertragsbindung. Zudem fallen besonders in den ersten Jahren nach Abschluss hohe Verwaltungskosten an. Erst der Zweitmarkt für Lebensversicherungen macht aus einem konservativen Vorsorgeprodukt ein konservatives Anlageprodukt – mit einer höheren Rendite und kürzeren Laufzeiten – bei den selben Sicherheiten, die eine Lebensversicherung auf dem Erstmarkt auch bietet. Von 
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